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Heute malen wir einen Fliegenpilz, der einfach Freude macht. Du kannst ihn zum Beispiel auf eine Karte malen und damit einem Glückspilz eine Freude bereiten. Dieses Motiv ist nicht nur herbstlich, sondern erfreut einfach die Seele, weil es so farbenfroh ist.

In dieser Anleitung zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du deinen eigenen Fliegenpilz in Aquarell malst, ganz in Nass-in-Nass-Technik. Das Ziel ist es, immer Spass zu haben – und die beste Übung, die du hier machen kannst, ist genau diese Technik.

Das brauchst du

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Die Vorzeichnung
Hintergrund nass in nass
Der Hut mit weissen Punkten

Die Anleitung

Schritt 1: Der Hintergrund, nass in nass

Befeuchte das Papier leicht, nicht zu stark und nicht zu wenig. Wenn zu viel Wasser auf deinem Pinsel ist, kannst du ihn an einem Nasstuch leicht abtropfen lassen. Achte darauf, dass du den Pilz selbst nicht nass machst, nur die Umgebung, also den ganzen Himmel bis zur Bodenlinie, nicht darüber hinaus.

Dann arbeitest du ganz wenig Pigment in diesen Hintergrund. Ich habe mich für Grau und Blau entschieden, nur wenig Pigment. Näher am Pilz, also an der Linie vom Pilz, kannst du etwas mehr Pigment reingeben. So entsteht ein dynamischer Himmel.

Beim Boden machst du dasselbe: Nimm etwas Grün und Braun und setze ein paar Flecken hinein, indem du mit ganz wenig Pigment auf das nasse Papier gehst. Der Himmel wird sich etwas mit dem Boden vermischen, aber genau das ist auch unser Ziel. Lass das Ganze gut trocknen, bevor du mit dem Hut weiterfährst.

Schritt 2: Der Hut – zwei Techniken für die weissen Punkte

Variante 1, Masking Fluid: Du trägst die Punkte mit einer kleinen Füllfeder auf. So bleiben sie wirklich weiss-weiss, bevor du überhaupt Farbe aufträgst.

Variante 2, nass in nass mit Rot: So mache ich es meistens. Du gehst zuerst mit wenig Pigment, aber trotzdem genug, in den Hut hinein, und dann mit mehr verschiedenen Rotpigmentierungen ins Nasse. So verläuft die Farbe schön. Wenn du zu viel Wasser nimmst, entstehen unschöne Ränder. Dann kannst du entweder etwas wegtupfen oder mit mehr Pigment nacharbeiten.

Die zweite Möglichkeit für die Punkte ist weisse Gouache. Gouache deckt sehr schön und sehr effektiv. Wenn dein Hut rot ist und etwas trockener, kannst du mit der Gouache verschieden grosse Punkte setzen. Wenn du magst, kannst du die Punkte sogar noch mit etwas Grau rechts oder links schraffieren, sodass ein kleiner Schatten entsteht. Nötig ist das aber nicht.

Schritt 3: Stamm und Schatten

Achte darauf, auch beim Stamm etwas Schatten und Leben hineinzubringen. Du kannst vom Pilzhut zum Stamm kleine Linien ziehen, so gibst du deinem Pilz die Unterseite. Den Stamm versiehst du mit ganz leichten Strichen, vielleicht auch ein paar Punkten in Grau und Schwarz, damit er richtig dynamisch und schattig wirkt.

Schritt 4: Der Boden mit Farbtupfern und Gräsern

Zum Schluss kommt der Boden dran. Arbeite mit viel Pigment und setze einfach leichte Punkte, immer auf und ab, mit verschiedenen Bodenfarben. Danach nimmst du Grün und setzt mit der Pinselspitze auch Punkte, und ziehst von unten nach oben ein paar Gräser hoch. So wird der Boden schön lebendig und das Gras wirkt natürlich. Achte darauf, dass der Hintergrund vom Himmel schon getrocknet ist, bevor du am Boden weiterarbeitest.

Stamm und Schatten
Boden mit Gräsern
Fertige Karte mit Glitzer

5 Tipps für deine Fliegenpilz-Karte

1. Misch deine Farben früh an. Damit du danach wirklich nass in nass arbeiten kannst, ohne mittendrin nach Pigment suchen zu müssen.

2. Halte den Pilz beim Hintergrund trocken. Befeuchte nur die Umgebung, den Himmel bis zur Bodenlinie – nicht den Pilz selbst.

3. Weniger Wasser als du denkst. Zu viel Wasser auf dem Pinsel erzeugt unschöne Ränder. Lieber leicht abtropfen lassen.

4. Lass jede Schicht gut trocknen. Erst wenn der Hintergrund trocken ist, geht es weiter mit Hut, Stamm und Boden.

5. Der Glitzer kommt ganz zum Schluss. Falls du die Karte einscannen und drucken willst, mach das zuerst – und verziere erst danach von Hand mit dem Glitzerstift.

Häufige Fragen

Masking Fluid oder Gouache: Welche Technik ist für Anfängerinnen einfacher?
Gouache ist die einfachere Variante, weil du sie nachträglich auf die trockene Farbe setzt und Fehler leicht korrigieren kannst. Masking Fluid braucht etwas Übung mit der Füllfeder, sorgt danach aber für wirklich reinweisse Punkte.
Was tun, wenn im Hintergrund unschöne Ränder entstehen?
Das passiert schnell bei zu viel Wasser. Tupfe die Stelle vorsichtig mit einem trockenen Pinsel oder Tuch ab, oder arbeite direkt etwas mehr Pigment nach, solange das Papier noch feucht ist.
Welches Papier eignet sich am besten für Nass-in-Nass?
Ein Aquarellpapier mit mindestens 300 g/m² wie Hahnemühle nimmt genug Wasser auf, ohne sich zu wellen, und lässt dir mehr Zeit, im nassen Untergrund zu arbeiten.
Kann ich die fertige Karte einscannen und drucken?
Ja. Scanne und drucke die Karte zuerst ohne Glitzer, und trage den Glitzerstift erst danach von Hand auf das gedruckte Exemplar auf, da Glitzer beim Scan nicht mitgedruckt wird.