Ich habe kürzlich den Podcast „Die Minimalismus Moms" auf Spotify entdeckt – und bin restlos begeistert. Wer als Mama den Wunsch hat, minimalistischer zu leben, dem kann ich diesen Podcast von Herzen weiterempfehlen. Ich habe unglaublich viele wertvolle Impulse mitgenommen und teile hier meine zehn wichtigsten Learnings mit dir.
Jedes Ding, jeder Schrank, jede Box, aber auch das ganze Haus oder Auto hat einen bestimmten Rahmen – und darin haben nur begrenzt viele Dinge Platz.
Bei mir sah das konkret so aus: Mein Gläserschrank war völlig überquellend, mit viel zu vielen Gläsern. Ich habe aufgeräumt, aussortiert und alles, was nicht mehr reinpasste, in die Brockenstube gegeben. Jetzt hat wirklich jedes Glas seinen festen Platz – der Schrank sieht schöner aus, ist ordentlicher, und lässt sich sogar leichter putzen, weil einfach weniger drin steht.
Der entscheidende Gedanke dahinter: Man kauft nicht einfach einen weiteren Schrank für mehr Kleider oder mehr Stauraum, sondern überlegt sich vorher: Dieser Schrank ist für Kleider, jener für Gläser. Ist er voll, wird aussortiert – nicht erweitert. Das hat mir enorm geholfen und bereits viel Ordnung in unseren Alltag gebracht.
2. Wollkleidung für Kinder
Wollkleidung muss man erstaunlich selten waschen – und das stimmt tatsächlich. Wolle reinigt sich quasi selbst, Flecken gehen von alleine wieder raus.
Auf einem Campingausflug hat mein Sohn seinen Wollpullover komplett vollgekotzt. Ich habe ihn kurz ausgewaschen, getrocknet – und schon war er wieder einsatzbereit. Ich wusste vorher nicht, wie strapazierfähig Wolle ist und wie gut sie sich der Temperatur anpasst. Genau wie die Podcasterin bin ich seither ein echter Wolle-Fan: Sie reduziert die Wäsche, sie atmet gut, und sie fühlt sich auch am Kind einfach angenehm an.
3. Die Capsule Wardrobe für Kinder
An meiner eigenen Capsule Wardrobe arbeite ich schon seit Jahren – und bin immer noch nicht ganz fertig. Das ist okay so.
Das Prinzip: Alle Teile passen zueinander. Im Idealfall passt jedes Oberteil zu jeder Hose, jedem Rock und jedem anderen Unterteil – und umgekehrt.
Dieses Konzept lässt sich wunderbar auch bei Kindern umsetzen. Ich war erstaunt zu hören, dass die Minimalismus Moms für ihre Kinder mit nur etwa sechs Oberteilen und sechs Hosen auskommen. So weit bin ich noch nicht – aber wenn man beim Neukauf oder Kleidertausch auf die Farbpalette des bestehenden Schranks achtet, muss man nicht mehr so häufig waschen. Man kann einfach blind in die Schublade greifen: Alles passt zusammen, und es sind nur Kleidungsstücke drin, die man wirklich gerne anzieht.
4. Umnutzen statt festhalten
Oft hat mich der Gedanke an Nachhaltigkeit regelrecht gelähmt beim Aussortieren: „Das brauche ich vielleicht noch" oder „Das Shampoo sollte ich noch aufbrauchen."
Doch manchmal hat man sich einen viel zu grossen Vorrat an Dingen angeschafft, den man in diesem Leben gar nicht verbrauchen kann. Genau dort darf man auch radikaler sein: konsequent ausmisten, verschenken – und sich vornehmen, in Zukunft weniger anzuschaffen.
5. Das Rein-Raus-Prinzip bei Kindersachen
Was reinkommt, geht auch wieder raus. Kommt ein Spielzeug ins Haus, verlässt eines (oder mehrere) das Haus wieder.
Mein Baby ist aktuell noch klein und hat wenig Besitz. Aber mir ist bewusst geworden: Mit jedem Geburtstag, mit jedem Weihnachten kommen neue Geschenke dazu – und das summiert sich mit der Zeit enorm. Deshalb möchte ich dieses Prinzip konsequent umsetzen, kombiniert mit dem Rahmen-Prinzip: Ist die Spielzeugkiste voll, muss zuerst etwas raus, bevor etwas Neues reinkommt.
6. Aussortieren im Alltag statt an einem grossen Tag
Früher habe ich phasenweise aussortiert – mal viel, dann wieder lange nichts. Viel wirkungsvoller ist es, ganz nebenbei im Alltag auszusortieren: Immer wenn mich ein Ding stört oder ich merke, dass ich es nicht mehr brauche, kommt es direkt weg.
Dafür habe ich mir eine Kiste im Keller eingerichtet. Sobald mir etwas auffällt, das mich stört oder das ich nicht mehr benötige, lege ich es einfach dort hinein. So warte ich nicht auf den einen grossen Ausmist-Tag – denn im Grunde kann man jeden Tag ein bisschen aussortieren.
7. Minimalismus unterwegs und beim Packen
Ein perfekt minimalistisches Reisegepäck mit Baby zu haben, ist eine Herausforderung. Trotzdem haben mich zwei Tipps der Minimalismus Moms inspiriert:
Statt Feuchttücher nutzen sie Baumwolltücher mit etwas Wasser, das man ohnehin dabei hat.
Wimmelbücher halten Kinder unterwegs lange beschäftigt und geben ihnen kleine „Aufgaben".
Ausserdem nehmen sie gezielt Spielzeug mit, das zu Hause selten benutzt wird – das schafft neues Interesse beim Kind und schenkt den Eltern nebenbei eine kleine Verschnaufpause.
8. Der Platz der Dinge – nicht immer nach Konvention
Nicht jedes Ding muss dort liegen, wo es „eigentlich" hingehört. Bei uns gibt es zum Beispiel zwei Scheren: eine in der Küche und eine im Büro. Und dann stelle ich mir die Frage: Ist die Schere im Büro Mainstream, oder gehört sie eher in die Küche, wo ich sie tatsächlich häufiger brauche?
Beim Ausmisten lohnt es sich, diese Frage öfter zu stellen: Brauche ich das wirklich hier – oder eigentlich woanders? Der Platz eines Gegenstands darf ruhig vom Mainstream abweichen, solange er für den eigenen Alltag Sinn ergibt.
9. Weniger Vorräte, weniger Putzmittel
Man braucht insgesamt viel weniger Vorräte, als man denkt – das gilt besonders für Putzmittel. Im Podcast wird ein Buch erwähnt, das ich auch selbst kenne: „Fünf Hausmittel ersetzen die ganze Drogerie." Die Kernidee: Mit ein paar einfachen, günstigen Hausmitteln lässt sich fast der gesamte Putzschrank ersetzen – ganz ohne Marketing-Produkte.
So weit bin ich persönlich noch nicht, aber allein der Gedanke zeigt, wie viel sich in diesem Bereich noch minimalisieren lässt.
10. Journaling gegen den Mental Load
Der letzte Punkt: das Reduzieren der mentalen Last durchs Aufschreiben. Was aufgeschrieben ist, muss man nicht mehr im Kopf behalten. Es lohnt sich auch zu überlegen, was man wirklich selbst im Kopf tragen muss – und was man abgeben kann.
Zu diesem Thema plane ich einen eigenen, ausführlichen Blogbeitrag – bleib gespannt!
Fazit
Diese zehn Learnings der Minimalismus Moms haben meinen Alltag bereits spürbar verändert – von der aufgeräumten Küche bis zum entspannteren Packen fürs Camping. Wenn du selbst Mama bist und dich für ein einfacheres, minimalistischeres Leben interessierst, kann ich dir den Podcast „Die Minimalismus Moms" auf Spotify sowie das Buch „Fünf Hausmittel ersetzen die ganze Drogerie" nur ans Herz legen.
Hast du selbst schon Erfahrungen mit Minimalismus im Familienalltag gemacht? Schreib es mir gerne in die Kommentare!
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